Plissees wirken auf den ersten Blick ganz einfach. Ein ziehharmonikaartig gefalteter Stoff, zwei Profile und dezente Befestigungselemente bilden einen Sicht- und Sonnenschutz, der sich an unterschiedliche Fenstertypen anpassen lässt. Doch hinter dieser schlichten Konstruktion steckt ein System aus verschiedenen Komponenten, die zusammenarbeiten müssen.
Ihr Aufbau entscheidet darüber, wie leicht sich das Plissee verschieben lässt, wie zuverlässig es in der gewünschten Position bleibt und wie komfortabel die tägliche Bedienung ist.
Schauen wir uns den Aufbau von Plissees genauer an und erfahren wir, welche Aufgaben die einzelnen Komponenten übernehmen.
1. Aluminiumprofile – die Grundlage der Plissee-Konstruktion
Die Profile sind die waagerechten Elemente am oberen und unteren Rand des Stoffes. Sie bilden die Grundlage der Plissee-Konstruktion, halten den Stoff und ermöglichen es, seine Position zu verändern.
Bei Plissee-Systemen kommen Aluminiumprofile zum Einsatz, die ein geringes Gewicht mit einer guten Steifigkeit verbinden. Dadurch können sie besonders schlank gestaltet werden und gleichzeitig eine stabile Führung des Stoffes gewährleisten.
Auch das Erscheinungsbild des Plissees wird durch die Profile beeinflusst. Ihre Form, Breite und Farbe bestimmen, wie harmonisch sich der Sonnenschutz in den Fensterrahmen einfügt.
Ein gutes Beispiel ist das COBEN-System mit seinem schmalen 16-mm-Profil. Das Profil übernimmt gleichzeitig die Funktion des Bediengriffs, sodass kein zusätzlicher, hervorstehender Griff zum Verschieben des Stoffes benötigt wird.
Bei der Auswahl von Plissees lohnt es sich deshalb, nicht nur auf die Stofffarbe zu achten, sondern auch auf die Profilkonstruktion und die Art der Bedienung.
2. Führungsschnüre – die unsichtbaren Komponenten für mehr Stabilität
Zu den wichtigsten Bestandteilen eines Plissees gehören die Führungsschnüre. Sie verlaufen durch speziell vorgesehene Öffnungen im Stoff und arbeiten mit den Profilen und Befestigungselementen zusammen.
Ihre Aufgabe besteht darin, das Plissee in der richtigen Position zu halten und beim Verschieben zu führen.
Bei Systemen mit einer Verstellung von oben und unten ermöglichen korrekt gespannte Schnüre, den Stoff auf der gewünschten Höhe zu positionieren. So kannst du beispielsweise den mittleren oder unteren Bereich des Fensters abdecken, während der restliche Teil frei bleibt.
Obwohl die Schnüre kaum sichtbar sind, spielt ihre richtige Spannung eine entscheidende Rolle für die Funktion des gesamten Systems.
Eine zu geringe oder ungleichmäßige Spannung kann die Stabilität der Profile und die Leichtgängigkeit des Plissees beeinträchtigen.
3. Plisseestoff – mehr als nur ein dekoratives Element
Die charakteristische Faltenstruktur ist das auffälligste Merkmal von Plissees.
Der Stoff wird dauerhaft in gleichmäßige Falten gelegt, sodass er sich beim Verschieben der Profile zusammenfalten und wieder auseinanderziehen lässt. Im zusammengeschobenen Zustand benötigt er vergleichsweise wenig Platz am Fensterrand.
Allerdings sind nicht alle Plisseestoffe gleich aufgebaut.
Einlagige Stoffe bestehen aus einer einzelnen, gefalteten Materialschicht. Sie können sich in Struktur, Dicke, Farbe und Lichtdurchlässigkeit unterscheiden.
Honeycomb-Stoffe besitzen dagegen eine wabenförmige Struktur. Die darin eingeschlossenen Luftkammern können dazu beitragen, den Wärmeaustausch über das abgedeckte Fenster zu reduzieren. Je nach Stoffvariante wird das Tageslicht sanft gestreut oder eine hohe Verdunkelungswirkung erzielt.
Wichtig ist außerdem, dass die Eigenschaften eines Plissees nicht nur von der Stoffkonstruktion, sondern auch von seiner Oberflächenbeschichtung abhängen. Beispielsweise können lichtreflektierende Beschichtungen beeinflussen, wie viel Sonnenenergie in den Raum gelangt.
Die Wahl des richtigen Stoffes wirkt sich deshalb sowohl auf das Aussehen des Plissees als auch auf den Wohnkomfort aus.













